Die Glocken

Die Evangelische Kirchengemeinde hatte bis zum Ersten Weltkrieg sieben Glocken: vier auf dem Turm der Michaelskirche und drei auf dem Turm der Nikolauskirche. Die ältesten Glocken stammten aus den Jahren 1654 und 1677, also aus der Zeit nach dem Dreißigjährigen Krieg. Immer wieder waren Kriege Anlaß, die Glocken vom Turm zu holen. So wurden im Ersten Weltkrieg vier Glocken von den Türmen geholt, um zu Kriegsmaterial umgegossen zu werden. Leider bekam 1919 die älteste Glocke von 1654 beim Läuten einen Sprung. Sie konnte noch im selben Jahr durch einen Neuguß ersetzt werden. Im Zweiten Weltkrieg mussten drei Glocken für den Krieg geopfert werden. Eine Glocke (cis'), die große, die 1895 von Heinrich Kurtz, Stuttgart, gegossen worden war, ist aus dem vorletzten Jahrhundert erhalten geblieben. Sie war von mehreren Bürgern des Stadt gestiftet worden. "Ehre sei Gott in der Höhe" ist die Aufschrift auf dieser Glocke. 

Von der Nikolauskirche hatte man nach dem Krieg die von Timotheus Hartz 1677 in Heidelberg gegossene Glocke auf den Turm der Michaelskirche als Taufglocke (h') herübergenommen.

Als 1950 vier neue Glocken bei der Glockengießerei Gebr. Bachert in Kochendorf gegossen worden waren, kamen drei davon auf den Michaelskirchturm und eine auf den Turm der Nikolauskirche. Die Umschriften auf den Glocken lauten: "O Land, Land, höre des Herrn Wort" bei der Zeichenglocke (fis'); "Aus der Tiefe rufe ich, Herr, zu dir" auf der Gebetsglocke (e'); "Ich bin die Auferstehung und das Leben" auf der Gefallenenglocke (a').

Auch heute noch sind die Glocken in Waiblingen Rufer zum Gebet und zum Gottesdienst.

Das Glockengeläute als Klingelton

Holen Sie sich das große Glockengeläut der Michaelskirche als Klingelton auf Ihr Handy - ein gemeinsames Projekt des Heimatverein Waiblingen, des Waiblinger Filmclubs und der Michaelskirchengemeinde im Rahmen der Heimattage machte es möglich. Zum Klingelton klicken Sie hier.

oder

www.heimatverein-waiblingen.de