Was ist Seelsorge?

In der Gemeinde teilen wir den sonntäglichen Gottesdienst, aber auch das tägliche Leben mit einander. Wir nehmen Anteil am Schicksal der anderen und begleiten einander durch Zuhören und konkrete Hilfen. Seelsorge ist kurz gesagt eine besondere Weise der Unterstützung.
Bei der Seelsorge geht es um die Begleitung von Menschen in besonderen Lebenslagen, etwa in einer persönlichen Krise, in einer Entscheidungssituation oder bei Krankheit. Sie wird von einer dafür besonders ausgebildeten Person angeboten, von einer Pfarrerin oder einem Pfarrer oder einer qualifizierten ehrenamtlichen Seelsorgerin.

Was passiert bei einem Seelsorgegespräch?

Seelsorge findet in der Regel im Zweiergespräch statt. Die Person, die sich Seelsorge wünscht, bringt ihr Anliegen ein. Ziel des Gespräches ist es, die ratsuchende Person bei der Bewältigung ihrer Situation zu unterstützen. Der Seelsorger oder die Seelsorgerin schafft dafür die Voraussetzung. Er oder sie gibt Raum zum Erzählen, fühlt sich in die Lage der ratsuchenden Person ein und stellt weiterführende Fragen.
Wo die ratsuchende Person dies wünscht, kann auch gemeinsam gebetet werden.

Seelsorgegespräche unterliegen der Schweigepflicht. Nichts, was im Gespräch ausgetauscht wird, wird an andere weiter gegeben, es sei denn, die ratsuchende Person bittet den Seelsorger oder die Seelsorgerin ausdrücklich darum.

An wen kann ich mich in einer schwierigen Lebenslage wenden?

Wenn Sie Seelsorge möchten, können Sie sich jederzeit an Ihre Pfarrerin oder Ihren Pfarrer wenden und ein persönliches Gespräch vereinbaren.

In unserer Kirchengemeinde gibt es auch ausgebildete ehrenamtliche Seelsorgerinnen, die sich gerne Zeit für Sie nehmen, wenn Sie sich über regelmäßig Gespräche freuen.
Bitte wenden Sie sich an Ihren Pfarrer/ Ihre Pfarrerin, sie werden Ihnen den Kontakt vermitteln.

Ehrenamtliches Engagement

In der Evangelischen Kirchengemeinde Waiblingen gibt es vier Pfarrerinnen und Pfarrer, eine Diakonin und derzeit neun ausgebildete ehrenamtliche Seelsorgerinnen. Darüber hinaus gibt es in allen Gemeindebezirken Besuchsdienste, die z.B. zu besonderen Anlässen wie runden Geburtstagen ins Haus kommen.

Die ehrenamtlichen Seelsorger/-innen haben einen Kurs absolviert, der das seelsorgliche Gespräch nach Carl Rogers vermittelt. Die Ausbildung heißt KESS (Kurs für ehrenamtliche Seelsorgerinnen und Seelsorger) und arbeitet nach dem Konzept der KSA (Klinische Seelsorge Ausbildung). Weitere Informationen erhalten Sie unter http://www.seminar-seelsorge-fortbildung.de/angebote-fuer-ehrenamtliche/kess-kurse-fuer-ehrenamtliche-seelsorgerinnen/

Unser ehrenamtliches Seelsorgeteam freut sich über Zuwachs!
Bitte wenden Sie sich an Pfarrerin Dr. Antje Fetzer.