Partnerschaft mit Sonneberg in Thüringen

Stadtkirche St. Petri

Die Partnerschaft mit der thüringischen Stadt Sonneberg reicht weit zurück. Als Deutschland durch die innerdeutsche Mauer geteilt war, übernahmen viele württembergische Gemeinden Patenschaften zu Städten der DDR, besonders in Thüringen. So kam auch die Partnerschaft zwischen Waiblingen und Sonneberg zustande.
Besuche waren schwierig und nur von West nach Ost möglich. Dennoch bemühten sich die Kirchengemeinden, trotz der Mauer, Kontakt zu halten.

Wie sehr die Mauer, die man von Sonneberg aus sehen konnte, auch das kirchliche Leben eingeengt hat, sieht man daran, dass der Sonneberger Chor für das gottesdienstliche Singen im Nachbarort Neustadt-Schnierschnitz eine Sondergenehmigung einholen musste, um das Zonenrandgebiet zu verlassen.

Nach dem Fall der Mauer gab es erstmals Reisefreiheit und so kam im Rahmen des Partnerschaftsaustausches der Sonneberger Chor Anfang der 90er Jahre zum ersten Mal nach Waiblingen. Bis heute hat sich diese "Chorpartnerschaft" erhalten.
In einem Rhythmus von etwa zwei Jahren besuchen sich die Chöre gegenseitig, um miteinander zu singen und um Kontakt zu halten.

Zu Pfingsten 2011 war die Michaelskantorei zu Gast in Sonneberg: zum ersten Mal nach der Einweihung der Stadtkirche St. Petri im Jahr 1845 wollte man das Pfingstfest mit einem Festgottesdienst zur Kirchweih und anschließendem Gemeindefest begehen.
Sonneberg ist bekannt als „die“ Spielzeugstadt, in unzähligen kleinen Katen und Häusern verdienten Familien ihren Unterhalt mit der Spielzeugproduktion. Nach dem großen Stadtbrand von 1840 verlegte man die Stadt aus dem engen Tal auf die Anhöhen, fünf Jahre später wurde dort dann auch die Stadtkirche St. Petri eingeweiht.

Im Oktober 2013 war der  Gegenbesuch aus Sonneberg, an Pfingsten 2015 war wieder eine Chorgruppe der Michaelskantorei in Sonneberg und hat gemeinsam mit der Kantorei Sonneberg Stücke aus Dvoraks Messe für Chor und Orgel in den Pfingstgottesdiensten in Lauscha und Sonneberg aufgeführt.

2017 führten die Chöre gemeinsam Johann Sebastian Bachs Kantate 79 "Gott der Herr ist Sonn und Schild" in einem Abendgottesdienst in Großheppach und im Sonntagsgottesdienst in der Michaelskirche auf. 2019 dann wieder der Gegenbesuch in Sonneberg, diesmal mit der "Misa Tango" von Martin Palmeri. Ein Bild von der Aufführung in Sonneberg sehen Sie unten.

Im Herbst 2021 ist wieder ein Besuch der Sonneberger in Waiblingen geplant.

Einen Eindruck von Sonneberg erhalten Sie hier

Ansprechperson für die Chorpartnerschaft ist Kirchenmusikdirektor Immanuel Rößler.

Erinnerung an die Begegnung 2019 in Sonneberg