20.07.20

Wir begrüßen Diakonin Hanna Fischer

Seit Juli ist Hanna Fischer als Nachfolgerin von Diakonin Kornelia Minich im Amt.
Jonas Dietz, Referent für neue Medien des Kirchenbezirkes, interviewte sie.

  1. Wenn man Sie in der Grundschule gefragt hätte „was willst du später mal werden?“ – was wäre die Antwort gewesen?
    Das war immer wieder etwas anderes.  Marktfrau, Lehrerin, Köchin, Gärtnerin…Ich erinnere mich allerdings, dass ich nach einem Dia-Vortrag über eine Missionarsfamilie zu meiner Oma sagte: „Ich will Missionarin werden.“ Der Grund dafür war allerdings nur eines der Bilder, auf dem der Sohn des Missionars ein Äffchen auf der Schulter sitzen hatte. Als ich wenig später erfuhr, dass im Urwald nachts auch Spinnen, Schlangen und andere Tiere von der Decke auf das Bett fallen können, war dieser Berufswunsch allerdings wieder vorbei.
  2. Warum haben Sie sich letztlich für die kirchliche/diakonische Arbeitsumgebung entschieden?
    Ich war in einem gerontopsychiatrischen Heim für Frauen als Hauswirtschafterin angestellt. Nach ca. 2 Jahren merkte ich, dass der Umgang mit den Bewohnerinnen wertvoller für mich war, als die hauswirtschaftlichen Tätigkeiten. Somit ging ich zum Gemeindediakon und zu einem der Pfarrer und fragte, welche Möglichkeiten es gäbe. Einer von beiden hat es geschafft, mich für seinen Beruf zu begeistern…
  3. Was ist die größte Herausforderung in Ihrem Arbeitsalltag?
    Die größte Herausforderung ist die Vielschichtigkeit dieses Berufsbilds. Arbeit mit Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen, Netzwerkarbeit, Seelsorge, Entwicklung von Konzeptionen, mehrere Projekte nebeneinander planen und durchführen, Schreibtischarbeiten… Da muss man auch gut für sich selbst sorgen, um dem allem gerecht zu werden. Das schönste ist für mich aber der Kontakt mit vielen verschiedenen Menschen.
  4. Was könnten Sie uns über sich erzählen, womit niemand auf Anhieb rechnet?
    Ich kann als schwäbisch ausgebildete Hauswirtschafterin eine „Frankforder grie Soß“ (für Nicht-Hessen eine „Frankfurter grüne Soße“) machen, die sogar den Ansprüchen meines Partners (ein echter Hesse) gerecht wird.

Vielen Dank für das Interview.